New York (BoerseGo.de) – Zwar können Investoren Europa die Schuld für das Abwürgen von Gewinnen an den Aktienmärkten im Jahre 2011 in die Schuhe schieben, jedoch wächst die Liste von geopolitischen Unruheherden, die im Jahre 2012 lauern. Jeder von diesen könnte für Aktien ein Risiko darstellen. Nach den Worten des Finanzexperten Laszlo Birinyi gibt es für das kommende Jahr eine Reihe von bekannten Unsicherheitsfaktoren, unter anderem auch die Wahlen in Frankreich, Mexiko, Indien und Russland. Natürlich steht auch die US-Präsidentschaftswahl im November am Horizont, und es gab hierzulande eine Menge politischen Hickhacks, welche den Markt dieses Jahr überzogen hat. Beim Blick über die heimischen Grenzen hinweg ist die gesamte geopolitische Landschaft mehr in den Fokus der US-Anleger gerückt, die sich langsam wieder für den Zustand der US-Wirtschaft und das heimische Anlageklima besser fühlen. Befürchtungen über eine Ansteckung durch die europäische Schuldenkrise werden im Jahr 2012 weiterhin im Vordergrund stehen, ebenso Besorgnisse über eine harte Landung in China sowie einen Abschwung in anderen Schwellenländern. Darüber hinaus gibt es aber andere Gegebenheiten, die sich leicht zu einem Punkt entwickeln könnten, zu dem sie bestimmende Faktoren für die Märkte werden. Hierzu zählen:
1.) Ein Konflikt mit dem Iran. Die USA und andere westliche Länder sind dabei, gegen den Iran wegen seines nuklearen Waffenprogramms Sanktionen zu erhängen. Die Spannungen steigen und Analysten sind besorgt über ein Szenario, bei dem Israel gegen den Iran vorgehen könnte, welcher wiederum Maßnahmen ergreifen könnte, um den Transport des von der Welt benötigten Öls durch die Straße von Hormuz zu behindern. 2.) Der weitgehend unbekannte Führer Nordkoreas Kim Jong-un, der an der Spitze eines abgeschotteten Landes mit einem fortgeschrittenen Atomwaffenprogramm steht. 3.) Bürgerkrieg im Irak. Gerade mal einen Tag nach dem Abzug der US-Streitkräfte im Irak hat die von Schiiten dominierte Regierung die Festnahme des sunnitischen Vizepräsidenten Tariq al-Hashimi angeordnet. 4.) Schwächung der Allianz zwischen Pakistan und den USA. Diese ist dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden, dass US-und Nato-Truppen versehentlich pakistanische Soldaten getötet haben. 5.) Unsicherheit bezüglich der Wahl in Russland. Die Koalition von Premierminister Putin hat bei den Parlamentswahlen, die wegen Wahlfälschung in der Kritik stehen, ihre Mehrheit verloren.


