Um 14:30 Uhr steht der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Januar zur Veröffentlichung an. Der Konsens geht von 156.000 neugeschaffenen Stellen ex Agrar aus. Im Dezember wurden 200.000 Stellen neu geschaffen. Die Arbeitslosenquote soll weiterhin bei 8,5 Prozent verbleiben.
Der hohe Dezember-Wert dürfte kaum erreicht werden. Der Dezember profitierte von einem temporären Bedarf von Kurierdienstleistungen in Zusammenhang mit den Weihnachtsfeiertagen. Ein Teil dieser Jobs dürfte mittlerweile auch wieder verloren gegangen sein.
Der US-Challenger-Report lieferte gestern keine brauchbare Indikation für die heutigen Daten. Der Januar ist historisch gesehen der Monat mit den höchsten Stellenstreichungen. Im Januar 2012 gab es 53.486 angekündigte Stellenstreichungen. Der Durchschnittswert zwischen den Jahren 1993 und 2011 liegt im Schnitt bei deutlich höheren 101.084 angekündigten Entlassungen.
Laut ADP-Report wurden im Januar im Privatsektor außerhalb der Landwirtschaft 170.000 Stellen geschaffen (zuvor: 292.000). Der überwiegende Teil des Stellenaufbaus erfolgte dabei wie in den Vormonaten im Dienstleistungssektor und bei den kleineren und mittleren Firmen. Seitens des verarbeitenden Gewerbes gab es nur wenig positive Impulse. Auch die großen Firmen tragen in den USA derzeit nur unterproportional zum Stellenaufbau bei.
Fazit: Der Vier-Wochenschnitt bei den Anträgen auf Arbeitslosenversicherung ist in der jüngsten Veröffentlichung um 2.000 auf 375.750 Anträge gesunken. Im Trend zeigen sich beim ADP-Report, Challenger-Report sowie den Unterindizes der Einkaufsmanagerindizes leichte Verbesserungen. Der Trend dürfte sich auch heute fortsetzten.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.


