Washington (BoerseGo.de) – In den USA entspannt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter. In der Woche zum 28. Januar 2012 ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut gefallen. Laut Angaben des US Arbeitsministeriums sanken die Antragszahlen im Wochenvergleich um 12.000 auf 367.000. Ökonomen sind von einem Rückgang auf 371.000 Erstanträge ausgegangen. Die Zahlen der vorvergangenen Woche sind um 2.000 auf 379.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe nach oben korrigiert worden. Im aussagefähigeren Vier-Wochen-Schnitt nahm die Zahl der Anträge auf Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung um 2.000 auf 375.750 ab.
Eine Zahl von etwa 400.000 Erstanträgen gilt in den USA als Indikator für einen stagnierenden Arbeitsmarkt. Ab einem Wert von unter 350.000 erwarten Ökonomen einen Rückgang der Arbeitslosenzahl. Den weiteren Angaben des Ministeriums hat sich die Zahl der fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe in der Berichtswoche um 130.000 auf 3,44 Millionen verringert, erwartet hatten Volkswirte 3,68 Millionen.
Die Erstanträge zur Arbeitslosenversicherung können künftige wirtschaftliche Aktivitäten beeinflussen. Wenn jede Woche eine große Anzahl von Personen ihre Arbeit verliert und Anträge auf die Zahlung von Arbeitslosenhilfe stellt, so wird dies schließlich die Stimmung der Verbraucher dämpfen, die dann ihre Ausgaben verringern und Unternehmen dazu zwingen, ihre Investitionen einzuschränken. Die US-Bundesstaaten zählen jeweils alle erstmaligen Antragsteller einer Woche von Montag bis Samstag und leiten die Daten an das Arbeitsministerium in Washington weiter.


