Roche erhöht Dividende, Genentech-Übernahme drückt Gewinn
Mittwoch 03.02.2010, 08:44 Uhr
Der Betriebsgewinn vor Sonderposten verbesserte sich um 8 Prozent von 13,896 auf 15,012 Milliarden CHF. Der Konzerngewinn vor Sonderposten wird mit 9,798 Milliarden CHF beziffert, ein Plus von 9 Prozent. Nach Sonderposten ging der Gewinn jedoch um 22 Prozent von 10,844 auf 8,510 Milliarden CHF zurück. Der Gewinn je Aktie stieg um 10 Prozent von 11,04 auf 12,19 CHF.
Der Verwaltungsrat schlägt der kommenden Generalversammlung eine Dividende von 6,00 CHF je Aktie vor. Im Vorjahr betrug die Dividendenzahlung 5,00 CHF je Titel.
Mit den vorgestellten Zahlen hat Roche die Erwartungen nur teilweise getroffen. Wie die Nachrichtenagentur AWP berichtet, hatten Analysten im Vorfeld einen Umsatz von 49,225 Milliarden CHF, einen Pharma-Umsatz von 39,122 Milliarden CHF und einen Gewinn nach Sonderposten von 8,280 Milliarden CHF erwartet.
"In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld hat Roche ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Die Verkäufe der beiden Divisionen Pharma und Diagnostika wuchsen jeweils deutlich schneller als der Markt. Der Kerngewinn pro Titel stieg sogar noch stärker an als die Verkäufe. Gleichzeitig haben wir die Basis für zukünftiges Wachstum gelegt: Unser Portfolio beinhaltet zehn neue pharmazeutische Wirkstoffe im späten Stadium der Entwicklung - dies ist auch im Industrievergleich bemerkenswert", kommentiert CEO Severin Schwan.
Für 2010 erwartet Roche einen Rückgang der Tamiflu-Verkäufe auf rund 1,2 Milliarden CHF sowie ein einstelliges Verkaufswachstum in der Division Pharma und der gesamten Gruppe. Beim Konzerngewinnwachstum je Titel wird ein Wert im zweistelligen Bereich angestrebt.


