Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird die Wechselkursuntergrenze von 1,2000 beim Währungspaar EUR/CHF auch nach dem Rücktritt von Präsident Philipp Hildebrand verteidigen. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, äußerte der bisherige Stellvertreter Thomas Jordan, dass die Notenbank weiterhin bereit sei, unbegrenzt Devisen zu kaufen. Einer Aufwertung des Frankens werde man entschieden entgegentreten. Aussagen darüber, ob die Notenbanker in der letzten Zeit in den Markt eingegriffen haben, wurden nicht getroffen.
"Der Euro hat sich gegenüber dem US-Dollar jüngst wieder erholt. Gegenüber dem Franken ist die Gemeinschaftswährung seit Mitte Dezember leicht im Rückzug. Die Volatilität ist gering. Die Wirtschaftsdaten aus der Schweiz spielen keine große Rolle. Die Interventionsbereitschaft der SNB bestimmt den Kursverlauf“, zitierte Bloomberg Elizabeth Gregory von der Swissquote Bank. Der Franken sei derzeit hoch bewertet, sollte aber in Zukunft gegenüber dem Euro abwerten, so die Meinung.
In den letzten sechs Monaten hat der Franken gegenüber dem Währungskorb, der die neuen wichtigsten Handelspartner umfasst, 14 Prozent abgewertet. Aktuell notiert EUR/CHF bei 1,2055.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.


