London (BoerseGo.de) – Der deutsche Dienstleistungssektor hat im Januar ein beschleunigtes Wachstum hingelegt. Der finale Einkaufsmanagerindex des Sektors stieg von 52,4 im Dezember auf aktuell 53,7 Punkte. Der Aufschwung könnte aber nur kurzlebig sein, denn gleichzeitig stagnierte der Auftragseingang und der Jobaufbau verlangsamte sich, wie das Marktforschungsinstitut Markiteconomics am Freitag mitteilte.
„Dank florierender Geschäfte im Service-Sektor und robuster Produktionssteigerungen in der Industrie hat sich die deutsche Privatwirtschaft im Januar weiter von den übrigen vier Schwergewichtsländern der Eurozone abgesetzt“, sagte Markit-Ökonom Tim Moore laut Pressemitteilung. „Das sechste Minus beim Auftragseingang in Folge hat den Jobaufbau jedoch spürbar gebremst, sodass unterm Strich weniger neue Stellen geschaffen wurden als in den zurückliegenden eineinhalb Jahren“, fuhr Moore fort.
Dennoch entwickle sich der deutsche Arbeitsmarkt im europäischen Vergleich weitaus besser. Grund hierfür sei, dass die deutschen Unternehmen weiter konsequent an ihren langfristigen Investitions- und Wachstumsplänen festhielten.


