• DAX - Warten auf das Signal

    Mittwoch 01.02.2012, 09:20 Uhr
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    Der DAX® lässt Anleger derzeit weiterhin etwas ratlos zwischen Hoffen und Bangen zurück. So „dümpelt“ der deutsche Leitindex nach wie vor in der massiven Hinderniszone aus dem Hoch vom Oktober 2011 und dem „Fukushima“-Tief vom März bei 6.431/83 Punkten sowie der 90-Wochen-Linie (akt. bei 6.492 Punkten) herum. Nur wenn es gelingt, sich nachhaltig von diesem Niveau zu lösen, stehen die Chancen auf weitere Kursgewinne wieder gut. Allerdings mehren sich die Argumente, die gegen das angeführte Positivszenario sprechen: So deutet die extrem ausgeprägte Sorglosigkeit der US-Privatanleger – laut AAII ist der Anteil der Bären zuletzt auf nur noch 19 % gesunken – ebenso darauf hin, dass der Zeitpunkt für eine Korrektur näher rückt, wie das frische Ausstiegssignal seitens des Stochastik. Der Startschuss dafür könnte bereits mit einem Sturz unter den kurzfristigen Aufwärtstrend (akt. bei 6.438 Punkten) auf Stundenbasis erfolgen, da in diesem Fall im kurzen Zeithorizont eine Schulter- Kopf-Schulter-Formation abgeschlossen wäre (siehe Chart), die weitere Kursverluste begünstigt und so der o. g. Widerstandszone endgültig die kalte Schulter zeigt. Das Schließen des Gaps vom 17. Januar bei 6.271/32 Punkten dürfte dann nur noch eine Frage der Zeit sein.

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    Euro Bund Future - Bisher nicht unterzukriegen

    Nach einem eher verhaltenen Handelsstart konnte sich der Euro-BUND-Future im gestrigen Tagesverlauf wieder berappeln und ist in den Bereich der Hochpunkte vom Vortag vorgedrungen. Damit notiert das Rentenbarometer weiter in der entscheidenden Widerstandszone aus den letzten Hochpunkten bei 139,19/139,58/140,23 und der Parallelen (auf Wochenbasis akt. bei 139,77) zum Basisaufwärtstrendkanal seit Sommer 2008. Neue Longpositionen bieten sich aber erst bei einem Überwinden dieser Hürden an. So bilden zwei Fibonacci-Projektionen bei 142,10 bzw. 143,65 die einzigen noch ableitbaren Zielmarken im „uncharted territory“. Eine Bewegung auf solche Niveaus würden wir zwar nach wie vor als Übertreibungsszenario ansehen, kurzfristig bleibt das Bild aber durchaus konstruktiv. So steht der Trendfolger MACD kurz davor, dem Beispiel des Stochastik zu folgen und ein neues Kaufsignal zu generieren, was die Chancen auf eine Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung erhöht. Zur Absicherung bestehender Positionen bietet sich der steile Aufwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 136,84) an. Bei einem Bruch dieser Trendlinie droht ein Wiedersehen mit den letzten beiden Korrekturtiefs bei 132,99/89.

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    S&P 500 Homebuilding Index - Ein Lebenszeichen!

    Seit die beispiellose Baisse der US-Homebuilding-Aktien im November 2008 in einem zyklischen Tief bei 113 Punkten gipfelte, durchläuft der Index eine Bodenbildungsphase. Konstruktiv stimmt in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass das Jahrestief 2011 im Oktober mit 161 Punkten auf deutlich höherem Niveau ausgeprägt wurde. Für das eigentliche Ausrufezeichen sorgt aktuell aber der Sprung über den seit Januar 2006 bestehenden Abwärtstrend, der auf Monatsbasis im Februar bei 275 Punkten verläuft. Die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Trendbruch werden dabei durch die seit 2007 erstmals wieder steigende 38-Monats-Linie (akt. bei 255 Punkten) angefacht. Das Risiko eines Fehlausbruchs wird gleichzeitig durch die synchronen Einstiegssignale seitens der trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon reduziert. In dieser Gemengelage bestehen gute Chancen, mittelfristig das Mehrjahreshoch bei 372 Punkten ins Visier zu nehmen. Oberhalb dieser Marke wäre sogar die eingangs diskutierte Bodenbildung abgeschlossen. Um die vielversprechende Ausgangslage nicht auf´s Spiel zu setzen, gilt es auf der Unterseite, die o. g. Glättungslinie fortan nicht mehr zu unterschreiten.

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