• DAX - Ausbruch mit Mängeln

    Montag 30.01.2012, 08:46 Uhr
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    Wenngleich dem DAX® zum Wochenabschluss mit 6.574 Punkten erneut ein neues Verlaufshoch gelang, kann der Sprung über die Widerstandszone aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 6.356 Punkten), dem Oktoberhoch sowie dem Fukushima-Tief bei 6.431/83 Punkten und der 90-Wochen-Linie (akt. bei 6.488 Punkten) bisher nicht überzeugen. Dafür sorgt zum einen der ausgeprägte Docht der Freitagskerze und zum anderen die gegenwärtige Indikatorenkonstellation. So sind die Oszillatoren RSI und Stochastik im Tagesbereich mittlerweile in überkauftes Terrain vorgestoßen. Bricht man die Zeitebene herunter und analysiert die Indikatorenlage auf Stundenbasis, so bestätigen derzeit weder RSI noch MACD in diesem Zeitfenster die jüngsten Verlaufshochs. Solche negative Divergenzen dokumentieren einen hohen Reifegrad des laufenden Hausseimpulses. Vor diesem Hintergrund gilt es, ein Rebreak der eingangs angeführten Schlüsselmarken unbedingt zu verhindern. Ansonsten droht ein schnelles Schließen der Kurslücke vom 17. Januar bei 6.271/32 Punkten, bevor der Erholungstrend seit Ende November (akt. bei 6.114 Punkten) wieder auf die Agenda rückt.

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    Euro Bund Future - Keil spitzt sich zu

    Die Erholung der letzten Tage hat den Euro-BUND-Future wieder in Schlagdistanz zu den horizontalen Barrieren bei rund 139 geführt. Aus Sicht des Wochencharts stellt dieses Level den Auftakt zur entscheidenden Widerstandszone aus den letzten Hochpunkten bei 139,19/139,58/140,23 und der Parallelen (akt. bei 139,77) zum Basisaufwärtstrendkanal seit Sommer 2008. Interessant wird es derzeit vor allem, wenn der steile Aufwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 136,81) mit in die Betrachtung einbezogen wird. Zusammen mit der zuvor angeführten Parallelen bildet diese Trendlinie eine klassische Keilformation (siehe Chart). Ein „bearishes“ Auflösen des Kursmusters würde den Korrekturdruck des Rentenbarometers deutlich verschärfen. Bei einer negativen Weichenstellung müssen Anleger ein Wiedersehen mit den letzten beiden Korrekturtiefs bei 132,99/89 einkalkulieren. Auf diesem Niveau wird es dann ernst: Schließlich würde ein Abgleiten unter diese Bastion ein Dreifachtopp vervollständigen, aus dem sich ein kalkulatorisches Abschlagspotential von rund 700 Ticks ableiten lässt.

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    SDAX - Interessante Ausgangsbasis

    Der freundliche Jahresauftakt hat die deutschen Small Caps bis in den Dunstkreis wichtiger Chartmarken geführt. Als solche werten wir beim SDAX® die Kombination aus dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des Korrekturimpulses von Juli bis Oktober 2011 (4.691 Punkte) sowie den horizontalen Marken aus dem Oktoberhoch und dem Korrekturtief vom März 2011 bei 4.694/97 Punkten. Abgerundet wird das auf diesem Niveau entstehende Widerstandscluster durch die 38-Wochen-Linie (akt. bei 4.734 Punkten). Ein Spurt über diese Hürden würde die seit dem Spätsommer 2011 festzustellenden Stabilisierungstendenzen abschließen. Aus einem komplettierten Doppelboden (siehe Chart) lässt sich ein kalkulatorisches Anschlusspotential von gut 600 Punkten ableiten, wobei das rechnerische Kursziel von rund 5.300 Punkten sehr gut mit den Hochpunkten vom 1. Quartal 2011 harmoniert. Auf dem Weg in diese Region stellt sich dem SDAX® mit der Widerstandszone aus verschiedenen horizontalen Marken und einem weiteren Fibonacci-Level bei knapp 5.000 Punkten lediglich ein nennenswerter Widerstandsbereich in den Weg. Rückenwind kommt derzeit von Seiten der Trendfolger MACD und Aroon, die jeweils „long“ positioniert sind. Per Saldo haben im Ausbruchsfall demnach neue Longpositionen durchaus Charme.

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